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WdF-Nachhaltigkeitsstudie

Führungskräfte haben Nachhaltigkeit erkannt

Wie nachhaltig agieren Österreichs Führungskräfte? Das beleuchtet eine erstmals durchgeführte Studie des Wirtschaftsforums für Führungskräfte (WdF) in Kooperation mit der VBV.

„Nachhaltigkeit ist in den Führungsetagen angekommen und trotz Wirtschafts-Krise ein zentrales Thema. Die heimischen Führungskräfte sehen mehrheitlich ihre Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft“.

Die befragten 270 heimischen Führungskräfte sehen beim Thema Nachhaltigkeit eine Reihe von Vorteilen: Besonders stark (81%) sehen die Befragten die Auswirkungen auf ein positives Image als Arbeitgeber an. Gleichauf (80%) nennen viele eine positive Wahrnehmung des Unternehmens beim Kunden. Dies trifft vor allem auf den Handel und die Produktion zu. Nur wenige hingegen (30%) glauben, dass sie mit dem Argument der Nachhaltigkeit höhere Preise durchsetzen können. Auffällig ist zudem ein deutliches West-/Ost-Gefälle. Je weiter im Westen die Befragten beheimatet sind, desto vorteilhafter wird nachhaltige Unternehmenspolitik gewertet.

 

Soziale Verantwortung als wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit

Heimische Führungskräfte stufen ihre Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitenden als sehr hoch ein. Vermutlich Corona-bedingt steht dabei die Umstrukturierung auf Teleworking mit 71% ganz oben. Die Gestaltung des Arbeitsplatzes (70%) sowie ergänzende Schulungsangebote (67%) folgen gleich dahinter. Auch die Themen Gehaltsfairness (59%) und Gesundheitsvorsorge (55%) sind den heimischen Führungskräften für ihre Mitarbeitenden wichtig. Seltener finden sich Ernährungsangebote am Arbeitsplatz (36%). Nur ein Drittel der UnternehmerInnen ermöglicht ihren Mitarbeitenden bislang eine ergänzende betriebliche Altersvorsorge.

 

Ökologische Verantwortung wird bereits gelebt

Im Bereich der ökologischen Verantwortung sind es drei Bereiche die im Fokus der Bemühungen stehen: das Abwasser- und Abfallmanagement ist mit 64% schon umgesetzt und weitere 24% planen die Umsetzung, sparsamer Ressourceneinsatz ist mit 56% realisiert und regionale Beschaffung mit immerhin 47%. Weitere 35% geben an zukünftig darauf achten zu wollen. Vermutlich ebenso der aktuellen Pandemie zuzuschreiben, ist das veränderte Reiseverhalten: Zwei Drittel haben Geschäftsreisen durch digitale Alternativen ersetzt. Umwelt- und Energiemanagement haben 51% etabliert und 34% sehen das vor. CO2-Emissionen werden derzeit noch kaum gemessen.

 

Die gesamte Nachhaltigkeitsstudie finden Sie hier zum Download.

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