Finanzmärkte

Bericht von den Kapitalmärkten (März 2019)

Nach sechs guten Veranlagungsjahren war 2018 schlussendlich ein Jahr mit negativen Veranlagungsergebnissen. Doch bereits in den ersten Tagen des neuen Jahres gab es erste Zeichen einer Kurserholung.

Eine abkühlende Konjunkturdynamik, der US-China Handelskonflikt sowie politische Unsicherheiten in Europa haben im 4. Quartal 2018 zu einer negativen Marktentwicklung in nahezu allen Anlagekategorien geführt. In diesem Umfeld waren die globalen Aktienmärkte mehrheitlich im Minus und auch viele Anleihenmärkte, wie etwa Unternehmensanleihen, mussten Kursrückgänge hinnehmen. Nach sechs guten Veranlagungsjahren war 2018 schlussendlich ein Jahr mit negativen Veranlagungsergebnissen, da insbesondere im Dezember die Kursentwicklung nachteilig war.

Kursrückgänge gegen Ende des Jahres
Die Kursrückgänge im Dezember hatten jedoch Züge einer starken Übertreibung und schon in den ersten Handelstagen des Jahres 2019 zeigten die überverkauften Märkte erste Zeichen einer Kurserholung. Wesentlich für diese Entwicklung waren einerseits Aussagen von Mitgliedern der US-Notenbank, dass ein möglicher Kurswechsel in der Geldpolitik bevorstehe. Hatte die US-Notenbank noch im Dezember die Leitzinsen erhöht und weitere Zinsschritte für das Jahr 2019 in Aussicht gestellt, so änderte sich die Rhetorik im Jänner grundlegend und weitere Zinserhöhungen wurden aufgeschoben. Außerdem zeichnete sich eine mögliche Einigung im US-China Handelsstreit ab und zuletzt hat noch die EZB verlautbart, dass sie Zinserhöhungen frühestens im Jahr 2020 in Erwägung zieht. Diese Entwicklungen verbesserten die Stimmung an den Finanzmärkten und führten zu weiteren Kurserholung, die bis in den März andauerten und damit die Kursrückgänge des letzten Jahres teilweise wieder aufgeholt werden konnten.

Positive Entwicklungen in den letzten Wochen
Die Änderung in der globalen Geldpolitik hat sicherlich die positive Entwicklung der letzten Wochen ermöglicht, wobei die Konjunkturentwicklung weiterhin einen bedeutenden Unsicherheitsfaktor darstellt. Beispielsweise stagnierte das Wachstum zuletzt in Deutschland und Italien vermeldete für das 4. Quartal 2018 erneut eine schrumpfende Wirtschaft. Zuversichtlich stimmt jedoch, dass China  vermehrt Maßnahmen zur Stützung des Wirtschaftswachstums setzt und damit auch die globale/europäische Konjunkturentwicklung wieder stärkt.

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