Nachhaltigkeit

VBV-Klimastrategie 2020

Um einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und die Veranlagung auf eine nachhaltige Zukunft auszurichten, hat die VBV-Pensionskasse viele Investmententscheidungen umgestellt. Im Jahr 2019 wurde die erste dezidierte Klimastrategie eingesetzt, 2020 weiter ergänzt.

Die VBV-Pensionskasse nimmt Klimaverantwortung ernst: Im Interesse der Berechtigten, aller künftigen Generationen und unserer Umwelt wurde 2019 die erste dezidierte Klimastrategie im Aktienportfolio eingesetzt. Dadurch wird es auf eine nachhaltige Zukunft ausgerichtet.

Aktienfonds mit einem zu hohem CO2-Fußabdruck wurden verkauft und die dadurch freigewordenen Mittel in zwei Climate Transition Fonds investiert. Die aktive Klimastrategie wurde 2020 um einen ETF (Exchange Traded Funds) erweitert, der in Clean Energy Unternehmen mit starker Gewichtung auf den Solarbereich und Erneuerbare Energien investiert. Die ersten Positionen wurden bereits im Jänner aufgebaut und werden seither kontinuierlich aufgestockt. Im Mai 2020 wurde ergänzend der sogenannte VBV Climate Transition Opportunities Fund gestartet, der derzeit knapp 70 % des Vermögens in Unternehmen investiert die, im Bereich climate adaption (Anpassung an den Klimawandel) tätig sind.

Warum setzt die VBV auf Klimastrategien?

Einerseits will die VBV als verantwortungsvoller Investor aktiv zum Klimaschutz beitragen, um eine intakte Umwelt und die Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen zu erhalten und zu sichern.  

Andererseits tragen herkömmliche Aktienportfolios dem Klimarisiko bislang zu wenig Rechnung. Die durch den Klimawandel ausgelösten Veränderungen haben starke Auswirkungen auf alle investierbaren Sektoren, die für Investoren zwei wesentliche Risiken ergeben: Transitionsrisiken und physische Risiken.

Physische Risiken treffen vor allem Branchen, die stark auf natürliche Ressourcen angewiesen und von den Folgen des Klimawandels, wie etwa Hitze, Dürre, Waldbrände, Wirbelstürme oder Überschwemmungen betroffen sind.
Transitionsrisiken sind Risiken, die vor allem Unternehmen in CO2-intensiven Sektoren treffen. Sie sind gefährdet, aufgrund von Disruption neuer Technologien sehr stark Marktanteile zu verlieren. Für manche Industriezweige stellt sich überhaupt die Frage der Zukunftsfähigkeit. Kohleabbau zur Deckung des Energiebedarfs wird etwa bald nicht mehr zu argumentieren sein, wenn Energiegewinnung durch Sonne, Wind und Wasser umweltschonender und kostengünstiger ist.

Risiko minimieren, Ertragspotenziale heben

Diese Risiken werden nun im Aktienportfolio der VBV berücksichtigt. Unternehmen, die von den Klimarisiken stark betroffen sind, werden in der Allokation deshalb deutlich reduziert und jene, die Lösungsansätze bieten, stärker gewichtet. Daraus ergeben sich zukunftsfähige Investmentthemen in Bereichen wie etwa Erneuerbare Energie, E-Mobilität, Wasser- und Ressourcenmanagement, Abfallwirtschaft oder Infrastruktur. 

Klimastrategien helfen, verantwortungsbewusst zu agieren und Risiken zu minimieren. Gleichzeitig können dadurch zukünftig auch Ertragspotenziale gehoben werden.

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