Aktueller Marktbericht

Stand: 24. März 2020

Im Zuge der Corona-Pandemie und mit den harten wirtschaftlichen Einschränkungen speziell in Europa ab Mitte Februar / Anfang März sind alle Finanzmärkte massiv unter Druck gekommen. Nicht nur Aktienmärkte, die seit Jahresbeginn zwischen 30 % und 50 % (Bsp. ATX - 49 % seit Jahresbeginn per 18. März) ihrer Werte eingebüßt haben, sind so schnell gefallen wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr, sondern genauso die Anleihenmärkte und die Rohstoffmärkte. Selbst sicher geglaubte Staatsanleihen und Unternehmensanleihen von renommierten Unternehmen sind teilweise panikartig um jeden Preis verkauft worden bzw. konnten gar nicht mehr gehandelt werden. Wir haben in dieser Phase das Aktienmarktrisiko schrittweise reduziert und auch andere Risikopositionen reduziert, wobei aufgrund der Heftigkeit der Entwicklung trotzdem eine deutlich negative Performance zu verzeichnen ist.

Mittlerweile sind weltweit geld- und fiskalpolitische Unterstützungsmaßnahmen in einem nie zuvor gesehen Ausmaß beschlossen worden. Diese Maßnahmen werden aber erst in den nächsten Wochen in der Realwirtschaft sukzessive ihre Wirkung entfalten können, wodurch noch eine gewisse Phase der Unsicherheit mit hohen Schwankungen zu erwarten ist. An den Börsen werden sowohl negative als auch positive Entwicklungen vorweggenommen und aufgrund der bereits erfolgten Kursrückgänge ist viel an negativer Entwicklung eingepreist, wodurch eine Stabilisierung in den nächsten Wochen durchaus möglich erscheint. Wenn auch die Realwirtschaft noch länger mit den Folgen zu kämpfen haben wird, könnten die Finanzmärkte schon wieder den Blick auf die längerfristige Entwicklung legen und beginnen eine Erholung einzupreisen. Wie immer in solchen Situationen wird es vorwärtsblickend auch wieder viele Chancen geben und Unternehmen, welche diese Krise überstehen und langfristig stärker wachsen.