Aktueller Marktbericht

Stand: 09.06.2021

Die in Europa zunächst nur schleppend anlaufende Impfkampagne nahm im Laufe des 2. Quartals deutlich an Fahrt auf. Steigende Impfraten in allen europäischen Ländern sowie ein saisonaler Rückgang bei den Corona-Infektionen führten dazu, dass sich das Infektionsgeschehen in den letzten Wochen deutlich entspannte. Unterstützt von diesen positiven Trends konnten in Europa nach und nach die Corona-Einschränkungen zurückgenommen werden. Die wirtschaftliche Erholung in den stark betroffenen Branchen konnte beginnen. Viele Konjunkturdaten sowohl in der Industrie, aber auch im Dienstleistungsbereich zeigen nunmehr eine deutliche Erholung der wirtschaftlichen Aktivität an.  Dieser erfreuliche Trend sollte sich in den Sommer hinein fortsetzen. Eine frühere und deutlichere Erholung der Konjunktur war in den USA zu beobachten, die die Impfkampagne deutlich schneller ausrollte und damit bereits im 1. Quartal ein deutliches BIP-Wachstum verzeichnen konnte.

Der Aktienmarkt war in den letzten Wochen von einer volatilen Seitwärtsphase geprägt. Nach den Gewinnen im 1. Quartal pendelten sich die internationalen Aktienmärkte auf hohem Niveau ein. Die zeitweise starke Sektor-Rotation hin zu unterbewerteten Value-Titel und raus aus Wachstums-Aktien hat sich etwas abgeschwächt, wobei dieser Trend jedoch weiterhin andauert. Ausgelöst wurde diese Entwicklung durch eine positive Konjunkturerwartung, welche sich wiederum in einem Anstieg der längerfristigen Zinsen bemerkbar machte. Die Renditen für 10-jährige US-Staatsanleihen bewegten sich beispielsweise in einer Bandbreite von 1,53 % und 1,75 %, nachdem sie zu Jahresbeginn noch bei unter 1 % notierten. Der Rohstoffmarkt zeigte eine starke Entwicklung, da sowohl Konjunktur wie Geldpolitik weiter eine kräftige Unterstützung darstellten. Während Energierohstoffe von einer steigenden Nachfrage profitieren, sind Industriemetalle durch die gesteigerte wirtschaftliche Aktivität getragen.

An den Finanzmärkten wurde die gute Konjunkturentwicklung in den letzten Monaten eingepreist und die positive Performanceentwicklung setzt sich auch im 2. Quartal fort. Obwohl in der Realwirtschaft bereits Preisanstiege und auch vermehrt Liefer- und Produktionsschwierigkeiten zu verzeichnen sind, ist, aufgrund der noch hohen Arbeitslosenraten, bis in den Herbst mit keinem Schwenk hin zu einer restriktiveren Geldpolitik zu rechnen. Somit sollten auch in den Sommermonaten die Rahmenbedingungen für eine gute Konjunkturentwicklung weiterhin günstig sein.

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