Finanzmärkte

Bericht von den Kapitalmärkten (Juni 2019)

Die globale Konjunktur hat sich im 1. Quartal 2019 durchaus stabil entwickelt, die wichtigsten Volkswirtschaften konnten positivere Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts im Vergleich zum letzten Quartal 2018 erzielen. Die Wachstumsprognosen, beispielsweise des IWF, für das weltweite Wachstum für das Gesamtjahr 2019 sind zwar auf 3,3% reduziert worden, es wird aber weiterhin ein Wachstum der Weltwirtschaft prognostiziert. Im Vergleich zu den hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre wird mit einer Abschwächung der Konjunktur gerechnet, eine globale Rezession wird für das laufende Jahr jedoch nicht erwartet.

Erfreuliche Entwicklung in den ersten Monaten 2019

Die Entwicklung an den Finanzmärkten war in den ersten Monaten des Jahres erfreulich, da sich sowohl die Aktienmärkte von den Kursrückgängen des 4. Quartals erholen konnten als auch die Rentenmärkte weitere Kursaufschläge verzeichneten. Die US-amerikanischen Aktienmärkte etwa konnten sich wieder den Höchstständen des Vorjahres annähern und auch in Europa verzeichneten die meisten Aktienbörsen erfreuliche Kursanstiege. Getragen wurde diese Entwicklung von einer Richtungsänderung der wichtigsten Notenbanken, die im Vergleich zum letzten Jahr keine Zinsanhebungen mehr planen und vielmehr wieder Zinssenkungen in Aussicht stellen.

Kursrücksetzer nach Tweet von Donald Trump

Mit einer Twitter-Nachricht vom 5. Mai, in der US-Präsident Donald Trump erneut Zölle auf chinesische Waren androhte, wurde die freundliche Stimmung jedoch jäh beendet –  die Aktienmärkte gaben einen Teil der Kursgewinne wieder ab. Entgegen den zuversichtlichen Meldungen vor dem 5. Mai, dass sich die USA und China auf einem guten Weg zu einem Handelsabkommen befinden, rückten danach mögliche negative Auswirkungen von Handelskonflikten wieder stärker in den Vordergrund. Damit verbunden war ein weiterer Rückgang der Renditen von Staatsanleihen, welche wie beispielsweise bei 10-jährigen deutschen Staatsanleihen in den negativen Bereich sanken.

Die lockere Geldpolitik der amerikanischen FED sowie der europäischen Notenbanken, die weiterhin wirkenden Stimulusmaßnahmen der chinesischen Regierung sowie eine wachsende Weltwirtschaft sollten grundsätzlich ein konstruktives Umfeld für die Finanzmärkte darstellen.

Alle News