Mit dem 4. Quartal ging ein positives Jahr an den Finanzmärkten zu Ende. Alle wichtigen Aktien- wie Anleihenkategorien konnten in diesem Jahr Gewinne erzielen. Aktien der Eurozone gehörten dabei zu den größten Gewinnern, aber auch jene der Schwellenländer hatten ein gutes Jahr. Bedingt durch den schwachen US-Dollar waren US-Aktien für Euro-Anleger deutlich weniger vorteilhaft, konnten aber ebenfalls Gewinne erzielen. Auf der Rentenseite waren Anleihen aus den Schwellenländern besonders erfolgreich, gefolgt von Unternehmensanleihen schlechter Bonität. Den geringsten Zuwachs verzeichneten Staatsanleihen aus der Eurozone, aber auch diese konnten das Jahr positiv abschließen. Ein erneut äußerst erfreuliches Quartal verbuchten Gold und andere Edelmetalle. Für Gold war 2025 damit eines der besten Jahre überhaupt.
Anders als die Vorquartale, die durch die US-Handelskriege geprägt waren, verlief das 4. Quartal relativ ruhig. Überschattet wurde es dabei durch den längsten Government Shutdown in der Geschichte der USA. Dieser begann am 1. Oktober, nachdem sich Kongress und Präsident nicht auf ein Budget für das neue Finanzjahr einigen konnten und dauerte 43 Tage bis Mitte November. Dadurch blieben die meisten US-Behörden geschlossen, auch jene, die wichtige Konjunkturdaten errechnen. Das Fehlen aktueller Daten führte zeitweise zu Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Maßnahmen der US-Notenbank Fed. Anders als viele andere Währungshüter hatte die Fed bis September die Zinsen unverändert gelassen und erst nach 9 Monaten Pause einen ersten Zinssenkungsschritt in diesem Jahr gesetzt. Mit dem Ausfallen entscheidender Daten kam es nach der Fed-Sitzung am 29. Oktober zur Befürchtung, die Fed würde ihren gerade erst eingeschlagenen Zinspfad schon wieder verlassen oder zumindest aussetzen. Letztlich erfolgte am 10. Dezember dann doch die erhoffte weitere Senkung. Diese Unsicherheit brachte in den letzten zwei Monaten des Jahres eine für Aktien eher unterdurchschnittliche Entwicklung, aber auch Anleihen konnten nur noch wenig dazu gewinnen. Ein davor noch äußerst positiver Oktober, sowohl für Aktien als auch Anleihen, sorgte allerdings für ein in Summe sehr erfreuliches Quartal.
